ROCK'n'RÜTZEL

Wenn ich Euch nerve, habts Ihr keine Nerven.

Month: Januar, 2015

Die ewige Königin – Dschungelcamp The Final

Kurz vor knapp und vor der unspannendsten Wahl seit dem Heiligenstädter Möhrenkönig – hier noch ein kurzer Reminder, wie echte, naturgegebene Regentengrandezza aussieht:  KLICK

Ich brenne lichterloh – uh, oh! – Dschungelcamp Tag 14

Kurz vor dem Ende erwacht der Sportfraggle. Jörn, bislang als Dabeistehbub und Harmlösling nicht weiter aufgefallen, darf endlich, endlich in einer Dschungelprüfung vorturnen. Holt alle Sterne und überanstrengt sich dabei dermaßen, dass Dr. Bob danach mit der Atemmaske anrücken muss, um die Komplettkollabierung des Gemergelten zu verhindern. Groß war die Freude im Hunger-Lunger-Camp, DMA ließ sich zu väterlichen Ausbrüchen hinreißen: „Jörn ist mein Junge.“ Ersguterjunge, ja – steht nun zu befürchten, dass bei der Kronenwahl am Samstag nun doch wieder das grauenvolle Leistungsdiktat und der Zähne-Zusammenbeißzwang siegen könnten, die dem erbarmungslosen Busengeneral Melanie Müller im vergangenen Jahr unrechtmäßig den Königinnentitel in den hinlänglich bekannten Schoß plumpsen ließen?

Was dieser Tag Jörn auf jeden Fall bescherte: Reichlich neue Textideen für seine Schauderschlager. „Jetzt brenne ich lichterloh“, beschied er selbst nach erfolgreicher Prüfung – einfach noch ein schlichtes „uhuh, oh-ho!“ ergänzen, und fertig ist der Notrefrain. Auch aus den Einlassungen des Auszugswalters lässt sich noch die eine oder andere Simpelgemütsstrophe destillieren: „Ich habe verloren, aber gewonnen“, „Narr oder König“, „Mich liebten einst drei Mädchen“ – nur ein paar unverbindliche Vorschläge. Als Singleauskoppelung des Albums „Walter – seine größten Fast-Erfolge“ schon gesetzt: „Alles auf Herzkönig (doch Herzkönig hat verloren)“.

Walters Rückkehr ins Hotel Versace bot dann noch einen wohligen Flashback in die vergangenen Staffel. So wie damals der Freund des Wendlers ihm keck weismachte, er sei in seiner Dschungelzeit zuhause zum Liebling der Massen avanciert, log Sara nun Walter dreist ins gezeichnete Campgesicht: „Jede Menge Mega-Job Angebote“ gebe es für ihn: „Läuft bei dir“, jubilierte sie und applizierte ihm einige spechtartig hingehackte Gratulationsküsschen.

Im Camp ging man Walters Zukunft derweil realistischer an. „Er kann doch jetzt viele Moderationen machen“, sinnierte Tanja. „Auf Hochzeiten, oder Kommunionen.“ Bestechend: Realismus, wo man ihn kaum erwartet.

Walter vor Schönheit – Dschungelcamp Tag 13

„EINE LÜGE ZUVIEL“, schrieb Harry Wijnvoord gestern nach Mitternacht auf seine Facebookseite, und dann war es vorbei. Der sechste Platz für Schildkrötwalter, das ist eine hübsche Demütigung und kaltwaschlappige Generalabwatschung für den selbsternannten Universalhansdampf in goethescher Tradition. Auf dem sechsten Platz landeten in der Campgeschichte bislang so akzentlose Fadgestalten wie  Heydi Núñez Gómez und Barbara Herzsprung, Grabbelkistenmaterial aus der Hat-mal-rumgemacht mit- und  Exfrau-von-Ramponiertenkategorie. Weitere vergessene  Sechstplatzierte: Klops Ailton und die sprechende Schlumpfhaube Marco Angelini. Doch auch Qualitäts-Wüterich Mathieu Carrière und Krakeelette Georgina mussten sich mit Platz sechs bescheiden.

Walter ist kein großer Verlust für die Camp-Binnenstruktur. Zuletzt legte er stets dieselbe Platte auf, die längst leierte und hing: Er kann alles, hat fast alles schon fast mal gemacht, DMA will ihn provozieren, undsoweiterundsofort. Am Ende hatte er dann noch Heilandsfantasien: „Wir werden die Wahrheit rausfinden, und die Wahrheit bin ich“, sprach Walter, für das Licht und das Leben hielt er sich vermutlich gleich mit, und man musste sich fürchten, dass er sich gleich anschicken würde, über den Camptümpel zu wandeln. Entsprechend tief hingen die Tranaugen, als seine Abwahl verkündet wurde.  DMA sprach das adäquate Amen: „So ist die Leber.“

walter

 

So müssen wir ihn verloren geben? Ja, aber nicht schlimm. Wesentlich amüsanter als Walter (hier porträtiert von Papierschlange, vielen Dank!) war gestern ohnehin Tanja, deren notorische und großflächige Brustfreilegungen meine Mutter wohl mit einem knappen „Sie lüftet!“ bedenken würde. In unermüdlichen Redundanzschleifen erläuterte Tanja dann gestern auch Rolfe weitere wissenswerte Busenfacts: „Weißt du, wie ich meine Brüste nenne? Bacon. Bacon 1 und Bacon 2! Denn jeder steht auf Speck.“ Lupenreine Logik, so bestechend wie verwirrend. Rolfe wurde dann sogleich zur Busenbetastung und -bewertung benötigt: „Ich find die prall-eh“.

Für alle, die nicht wie sie selbst mit üppigen Naturspeckvorkommen versehen ist, hatte Tanja auch noch einen patenten Schwolletipp parat: Pommes mit Softeis-Dipp essen, das geht direkt auf die Außenbronchien! Ein toller Tipp für Foodies. DMA hatte ebenfalls einen Kulinarik-Tipp parat: Bananenbrot!!! Das beste überhaupt!!! Walter setzte seiner Endlos-Ode einen letzten hochgerotzten Schlussschnäuzer: „Schmeckt wie Affenkotze.“

Kotze reimt sich auf Schlotze, na so ein Zufall, war ein schöner Bottich Brackschlamm doch Teil einer amüsanten Dschungelprüfung, zu der die Busenfreunde Tanja und Rolfe antreten mussten. Tanja saß dabei auf einem Wackelbalken über der Schlotze und musste Fragen zur australischen Fauna beantworten. Man konnte sich dabei viel abschauen fürs Leben! Wichtigstes Learning: Wenn es im Alltag mal brenzlig wird, der Chef  Auskunft zur Arbeitsleistung begehrt oder gesprächsdränglerische Kriminalkommissare vor der Tür stehen – sofort fragen, ob man nicht statt ihrer langweiligen Themen ein paar Fragen „über Celebritys und so“ beantworten könnte. UND BITTE KEINE AALFRAGEN!

Nicht oft waren Tanjas Antworten richtig, dafür nutzte sie alle Vokale ausgiebig. Schon angesichts der Schmodderwanne hate sie fast alle durchgequiekt: Oh-ih! Oh-eeeh! Äh-ah!. Und ihre Antworten hatten stets ihre ganz eigene Sprachmelodie. Wie alt kann eine Rhinozeros-Kakerlake werden? „10 Jahrööö!“ Gilt der Waran als schlaueste Echse? – „Ich weiß nicht mal, was ein Baran iiihiiss!“. Und überhaupt: „Ich bin nicht so in diesem Ameisenbusiness.“ Ob man nicht doch wechseln könnte zu ein paar Celebrityfragen?

Hätten sich die IBES-Oberen nicht so verhandlungsavers gezeigt, hätte man ihr immerhin einen Kompromiss anbieten und sie zum Thema Celebritytiere befragen können. Mr. Ed, das sprechende Pferd, Skippy, das Känguru, Hase Cäsar, der Mechanikerdachs von Dr. Schnuggels, es gibt doch genügend. Ein Entgegenkommen wäre nur fair gewesen, als Dank dafür, dass Tanja den möppernden Walter so oft zu seinen unerfreulichen Klogängen begleitete und besänftigend auf ihn einsprach: „Och Walteeeer! Die sind gar nich so schliii-hiimm! Red doch mal mit ihim!“

Was sonst noch geschah: DMA, von Walter immerzu „Aurelius“ genannt, was irgendwie nach einem an der Raststätte vergessenen Erzengel klingt, war krank. Waren dann am Ende aber nur mittelschwere Tofukrämpfe. DMA ist also fit für einen weiteren Camptag, und nach Tage des Wackelns hatten dieses Mal auch genügend Zuschauer für ihn gestimmt. Ich mag die Vorstellung, wie Deutschlands Staffordshire- und Bullterrier mühsam ihre Pfotenballen schmal machten, um beim Publikumvoting die richtigen Telefontasten zu erwischen und für ihren Botschafter anzurufen. Die eher dickpfotigen Kaukasischen Owtscharkas mussten die Nasenspitze nehmen.

 

hunde_aurelio

Während ich noch darüber nachdenke, was ich genau von Walters Rauswurf halte – hier derweil eine großartige Zeichnung von Aureliens heimischer Listenhundfanbase, deren Pfoten gottlob filigran genug sind, um beim Voting die richtigen Wähltasten drücken zu können. Ganz herzlichen Dank an Papierschlange, die diese tolle Momentaufnahme eingeschickt hat. Genau so hat es sich gestern Abend […]

Exclusiv – Das Waltermagazin – Dschungelcamp Tag 12

Als ich nach den Fadheits-Qualen der letzten Tage gestern dann doch wieder einschaltete, musste ich an eine meiner drei liebsten Bibelstellen denken: „Wie ein Hund, der zu seinem Erbrochenen zurückkehrt, so ist ein Dummer, der seine Torheit wiederholt.“ (Spr 26.11) . Passenderweise ging es dann an Tag 12 sowohl um Hunde als auch um Erbrechen (oder zumindest um seine Vermeidung), allerdings war anscheinend kurz vor knapp doch noch ein Rückchen durch das Komacamp gegangen. Für folgende hübschen Szenen gibt es jedenfalls schon mal einen Mickymausstempel in das Fleißheft (für zehn gibt es dann eine Pferdepostkarte).

  1. Tanja bedichtet ganz ohne Nachdenken eine neue Thailand-Urlaubsbroschüre. Neuer Touri-Claim des Landes: „Sand, so weich wie Mehl“.
  2. Mit DMA gibt sich ein weiterer politischer Würdenträger im Camp zu erkennen: Neben dem in quasi allen Regierungsbereichen hochdekorierten Walter muss sich Aurelio als offizieller Botschafter für Staffordshire-Terrier (OBFST) nicht verstecken. Bestimmt gehört dazu eine schneidige Paradeuniform mit Strassapplikationen, die man für spontane Stripeinlagen an der Seitennaht praktisch aufreißen kann und die er anlässlich seines Campauszuges festlich anlegen wird, ach, bitte.
  3. DMA/OBFST gab dann auch gleich ein kleines Snippet aus seinem baldigst erscheinenden Sinnspruchbrevier „1000 Weisheiten für den hundophilen Misanthropen“ zum besten: „Menschen können mich 1000 Mal beleidigen, das wäre nicht halb so schlimm wie ein trauriger oder missfallender Blick meines Hundes.“ Das können sich alle mal schön ins Posse-Album schreiben.
  4. Walter liefert eine hübsche Metapher für leichte Unzufriedenheit mit den Umständen: „Ich kotze im Kopf.“
  5. Was viele bereits ahnten, ist nun verbriefte Gewissheit: Walter wurde seinerzeit die Moderation von „Wetten dass“ angeboten, die er natürlich popeligkeitshalber ablehnte. Nun würde er sich eventuell dazu bequemen, einen anderweitige TV-Tätigkeit anzunehmen. Prinzipiell steht ihm ja alles offen, auch als Serienstar kann man ihn sich gut vorstellen: „CSI:Walter“, „Exclusiv – das Waltermagazin“, „Ich heirate einen Walter“, „Walter, 90210“ oder „Game of Walters“ – alles gelingt ihm!
  6. Oder doch „Aktenwalter XY ungelöst“? Wahnsinnig gruselig jedenfalls, wie er Tanja mit „Komm nur, Kleine, ich habe  einen ganz niedlichen Hundewelpen in meiner Hosentasche versteckt“-Attitüde zur Geheimprojektbesprechung in eine Erdhöhle lockte.
  7. Maren „Metallmagen“ Gilzer verzehrt bei der Prüfung alles. Flankiert vom nutzlosen Stauneschnütchen Jörn haut sie sich Schweinerosetten, Penisvariationen, Augäpfel und sonstigen Schauderkram rein. Damit ist klar: Maren ist nicht nur der neue Wolf. Maren wird auch Bundespräsidentin.
    Gut für den Spannungsbogen der kommenden Finaltage: Es besteht die reale Chance, dass Maren Walter vielleicht einfach auffrisst.

Australien kann sich als gefickt betrachten – Dschungelcamp Tag 11

Sorry, heute war ich leider verhindert wegen eitrigem Campkoller. Es geht schon wieder besser, mal schauen, was heute Abend so geboten wird. Gestern ja nicht viel, allein Rebecca sprach ihren bis dato besten (Bruchstück-)Satz: „Walter, als ob.“

Zur Entschädigung für meine Fehlzeit hier ein Porträt von Sara. Und heute bitte unbedingt für DMA anrufen, trotz allem.

Foto (24)

Keine Überschrift (anstrengend) – Dschungelcamp Tag 10

Ja, nee. Wenn die sonst wohl tägliche Puderzucker-Panierungen gewohnten IBES-Herrschaften sich zu fein  sind, wenigstens anstandshalber ein bisschen höfliches Interesse für das Geschehen im Campo Faulibert zu heucheln, hab ich auch keine Lust mehr auf ganze Sätze. Ich könnte diesen Text auch komplett in jambischen Sechshebern durchdichten oder als Singspiel aus der Sicht von Walters Buckel komponieren, ich hatte mal eine entsprechende Show in Italien – KÖNNTE!  Aber nee, so, hier, Dschungelstyle:

– Zietlow-Oberteile: Woher hat sie Tischdecken dafür? (-> Reality bites, Troy zu Leleina)

–  Benjamin frisst bei McD -> volle Backentaschen -> looklike Chip & Chap

– Walter Assipalme: Psycho-Monchichi?

– Leckt-zart-Thementag: Tanjas Bumsegeschichten aus Mallozze, Rebecca versagt weil
zwergenhafte Zunge + saumselige Lahmleckerei

– Rolfe: immer mehr optische Verwandlung in evang. Religionslehrerin.
ABER: Gesichtspflege recherchieren, sehr glatt-eh Haut

– Rebecca mit Tuch: American-Apparel-Trümmerfrau

– schlecht

– raufender Iwan mäandert (?, unleserlich)

Der Wohlfühlwolf als Salonpudel – Dschungelcamp Tag 9

Wird Tanja, die kokette Krokette, noch ihr volles Potenzial entfalten? Wird sich TCFKADMA (The Camper formerly known as Der Mann Aurelio) von seiner zahnlosen Wohlfühlwolf-Darbietung in der Erdgrube erholen? Und wer entdeckt den spitzenmäßigen Walter-Scheel-Kalauer? Mein Dschungelcamp-Halbzeitsfazit gibt es heute drüben bei Spiegel Online. Als Bonusmaterial hier der komplette Text des gruseligen Lieds vom Buckelmännlein, vor dem ich als Kind irre Angst hatte. Zu recht, wie sich nun herausstellt.

Das bucklige Männlein – aus „Des Knaben Wunderhorn“

Will ich in mein Gärtchen gehn
Will mein‘ Blumen gießen,
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Fängt gleich an zu niesen.

Will ich in mein Küchel gehn,
Will mein Süpplein kochen,
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Hat mein Töpflein brochen.

Will ich in mein Stüblein gehn,
Will mein Müslein essen,
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Hat’s schon halb gegessen.

Will ich auf den Boden gehn,
Will mein Hölzlein holen,
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Hat’s schon halb gestohlen.

Will ich in mein Keller gehn,
Will mein Weinlein zapfen;
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Tut mir’n Krug wegschnappen.

Setz ich mich ans Rädlein hin,
Will mein Fädlein drehen;
Steht ein bucklicht Männlein da,
Läßt mir’s Rad nicht gehen.

Geh ich in mein Kämmerlein,
Will mein Bettlein machen;
Steht ein bucklig‘ Männlein da,
Fängt als an zu lachen.

Wenn ich an mein Bänklein knie,
Will ein bißchen beten,
Steht das bucklig‘ Männlein da,
Fängt gleich an zu reden:

Liebes Kindlein ach, ich bitt‘:
Bet fürs bucklig‘ Männlein mit!

Chronik einer angekündigten Eiquetschung – Dschungelcamp Tag 8

Nachdem das „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ dieses Jahr nur eine Schwundstufe des sonst so ergötzlichen prollbürgerlichen Trauerspiels abliefert, war ich gestern mal im echten Theater. Gegeben wurde „Der Spieler“ von Dostojewski,  Dauer: so lange, wie sich eine durchschnittliche Fadfolge von IBES anfühlt, nämlich ungefähr viereinhalb Stunden. Die Ausgangslage des „Spielers“: Eine Gruppe abgewrackter Menschen, kriechend unterwegs auf der Verliererstraße und knapp vor dem finalen Finanzfiasko, erlebt grotesk-komische Dinge in einem sonderbaren Kurort und wartet auf einen warmen Geldregen, der sie aus dem größtenteils selbstverschuldeten Elend erlösen soll. Könnte einem eventuell bekannt vorkommen.

Wie auch die titelgebende Hauptfigur, deren Lebensweg die Berliner Volksbühne so beschreibt: „Erst hatte er eine Glückssträhne, fuhr in der Stretchlimo ins Casino; am nächsten Tag wachte er bankrott mit Hangover auf einem Friedhof für ausrangierte Leuchtreklame auf.“ Dann verwandelt sich der gestürzte Star auch noch in eine bucklige Schildkröte mit Runzelgliedern – kurzum: es ist ein Walter!

Und damit genug der Theaterfexerei, zurück zum Buschgeschehen. Zuerst die traurigste Nachricht: Angelina hat auf eigenen Wunsch das Camp verlassen, zu schwächlich war das Körperchen. Man konnte ihren Zustand auch an ihrem Modebloggerinnen-Vanilletee-Zaraschal-Haarknödel ablesen, der vom prallen Donut längst zum fettvollgesogenen, schlaffen Pfannkuchen zusammengesackt war. Ein Jammer nur, dass der Wendler ihren Auszug nicht als Mitcamper erleben durfte – zum ersten Mal in seinem Leben hätte er so etwas wie eine Spur von Berechtigung gehabt, ein Lied zu singen, und zwar seinen Kracher „Salz in den Augen“:

Mit Salz in den Augen
und mit meiner letzten Kraft
schrei ich noch mal deinen Namen
Angelie
Mit Salz in den Augen
war das nur alles Illusion
und Ich frag mich nur noch eines
Angelie –  Warum?

Was sonst noch geschah: Nicht so viel. Bevor sie stacksvogelig davonschlich, absolvierte  Angelina mit Walter noch eine Dschungelprüfung, ein ehrenwerter Zug, der allerdings nicht sonderlich viel Unterhaltung bot. Indes, das alte Mit-Melasse-übergießen-und-dann-Federn-Spiel sieht man doch immer wieder gern. Erstmals bekam Benjamin etwas mehr Sendezeit und verplemperte sie prompt, indem er sich tranig als „Denker am Teich“ oder zumindest „Stillrumsitzer am Teich“ stilisierte. Beste Szene: Maren versucht Walter zur Räson zu rufen: Er solle doch bitte aufhören, immerfort gegen sie zu sticheln. Natürlich zeigte der Vier-VenenOP-Veteran sich störrisch wie eh und je, worauf Maren den so verheißungsvollen wie glaubhaft dargebrachten Satz aussprach: „Wenn du mich weiter so behandelst, tret ich dir sowas von in deine Eier, die die Nation gesehen hat.“ Das könnte was werden, ich glaube dran.

In der Volksbühnen-Inszenierung von „Der Spieler“ wurde, als das Geschehen nach ein paar Stunden dann eher fad wurde, übrigens jemand auf offener Bühne von einem Krokodil gefressen. Watch and learn, RTL.

Kick it like Walter – Dschungelcamp Tag 8

Liebe Mitcamper, der heutige Rapport verzögert sich sonntagsbedingt aus wochenendtechnischen Gründen ein bisschen. Ich bitte um Nachsicht. Ausgeruht teilt es sich aber eh besser aus.