ROCK'n'RÜTZEL

Wenn ich Euch nerve, habts Ihr keine Nerven.

Month: Februar, 2015

Erkennen Sie die Filmografie? – Für Foodie-Cineasten-Rätselfüchse!

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Shakes of Grey (1/50)

Frauenbeschau 101

„Deutschlands schönste Frau“, „Der Bachelor“, „Germanys next Topmodel“ – man kommt ja ganz durcheinander bei den ganzen Prachthuhnschauen, die gerade im Fernsehen laufen. Hier eine hilfreiche Infografik.

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Aus der Tiefe des Traumes (10.2.2015)

Ich interviewe Benedict Cumberbatch in einer Kläranlage. Mittendrin stößt er mich empört in ein Schlammbecken, weil er es leid ist, dauernd nach seinen Wangenknochen gefragt zu werden. Nachdem ich schnaubend wieder aus dem Becken geklettert bin, sehe ich ihn etwas abseits plaudernd mit anderen Journalisten am Beckenrand stehen. Ich schleiche mich sherlockartig an und stoße ihn seinerseits in die Gülle. Kochend vor Wut taucht er wieder auf: Er ist wirklich sauer, weil es doch allgemein bekannt sei, dass es während der Berlinale in der ganzen Stadt keine freien Duschen gebe.

Aus der Tiefe des Traumes (3.2.2015)

Der Moderator der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ erzählt mir beim Kaffeetrinken, dass er gerne in Mülltonnen schlafe. Das klinge erst einmal komisch, sagt er: „Aber es ist überraschend bequem.“

Aus der Tiefe des Traumes (2.2.2015)

Ich nehme einen alten, armen Hund, den ich auf der Webseite eines ungarischen Tierheims entdeckt habe, an der ausgemachten Abholstelle in Empfang. Allen anderen neuen Hundebesitzern reicht man einwandfreie Tiere aus dem Transporter, mein Hund ist als letzter dran – und klein wie ein Goldhamster. Bei näherer Begutachtung stelle ich außerdem fest, dass er aus Knetmasse besteht. Ich beschwere mich bei den Transportbegleitern, die unschuldig tun und behaupten, Größe und Material des Hundes hätte man genau so auf dem Foto der Suchannonce erkennen können. Ich fahre mit meinem Knethund nach Hause und weine mich bitterlich bei Freunden aus. Sie haben keinerlei Mitleid: Wer sich auf Internetkontaktanzeigen einließe, müsse doch wissen, dass da nur gelogen wird.

Walterlose Sümpfe – Dschungelcamp Finale

Ächzend und unter geplagtem Schnaufen hier doch noch ein paar finale Worte zum diesjährigen Campversuch. Kurz vor dem Abschalten der Maschinen hängte sich mein kaltes Herz gestern doch noch zögerlich an einen der drei Finalisten: WWLD – What would Larissa do? – dachte ich mir, und die Antwort war klar: Auch sie hätte sich nach der Finalsendung gestern sicher Tanja als Dschungelkönigin gewünscht.

Denn sie war die einzige, die wie ein unverwüstlicher Wassergymnastik-Animator im Einbeinigenheim noch so etwas wie Unterhaltungswillen vermittelte. Maren sah einen Frosch, Jörn erzeugte beim Schaukeln in der Hängematte unwillentlich Bumsegeräusche, sonst geschah nicht viel. Harmoniesüchtig und penibel, aber deutlich weniger niedlich als die Wombels fegten die Finalisten noch mal das Camp durch. Auch Marens Dschungelprüfung – in einer Grube mit Schlangen liegen – schockte nicht richtig und ließ einen an ein erotisch gemeintes Fotoshooting von „Bottrops Next Top Model“ oder eine semi-esoterische neue Wellnessbehandlung denken. Allein Marens beachtlichen Nüstern hielten einen im Bann. Jörn musste seinen Kopf in einen Krabbelvieh-Helm stecken, zappelte darin wie Michel aus Lönneberga, als er versehentlich in der Suppenschüssel steckenblieb.

Nur Tanja amüsierte beim finalen Fresstest. Glänzender Laune und mit charmanter Schnippischkeit verzehrte sie Spinne, Buschschwein-Vagina und einen Walter-Gedächtnishöcker, führte baconbouncend Sitztänze auf und gab noch ein paar Kalendersprüche zum besten: „Once you go black, you never go back. Googel das doch mal!“.

Nachdem sie am Vortag schon dem abwesenden Walter ganz aus Versehen den Todesstoß gegeben hatte – „Er ist doch so ein süßer, netter Opa!“ – disste Tanja nach erfolgreicher Rückkehr ins Camp dann noch Melanie Müller, die ihr vor dem Camp ein vernichtendes Urteil angedeihen ließ: „Hashtag: Just Sayin‘!“. Und da die Feinde des Busengenerals bekanntlich meine Freunde sind, hätte ich ihr auch deshalb den Sieg gegönnt. Am Ende gewann Maren. Irgendwo auch okay. Und komplett egal.