ROCK'n'RÜTZEL

Wenn ich Euch nerve, habts Ihr keine Nerven.

Month: Dezember, 2015

Aus der Tiefe des Traumes (31.12.2015)

Mit der Post kommt überraschend ein riesiges Paket: Eine monströse Leder-Applikation zum Aufbügeln, der Namensschriftzug des Public-Enemy-Rappers und Uhrenliebhabers Flavor Flav. Ich habe etwas Schwierigkeiten, den großen Karton in meine Wohnung zu schleppen, denn ich wohne inzwischen im hohlen Inneren der Gewürzetheke meines Supermarktes, was schlimmer klingt, als es ist, weil es von innen sehr viel größer ist, als es von außen aussieht. Mein bester Freund ist ein zahmer Hamster namens Phil, er wohnt nicht weit entfernt im Käseregal, und zwar hinter den knallgelben, abgepackten Stücken des „Slimani-Käse“.

Aus der Tiefe des Traumes (20.12.2015)

Ich muss eine Artikelserie über beliebte Entertainer im Fischreich schreiben, ALLES hängt für mich davon ab, dass diese Reihe ein Erfolg wird. Leider fallen mir nur zwei Beispiele ein: Stefan Raal und Rudi Forell. Ich versuche, mich in eine längliche Abhandlung über die beliebteste TV-Serie aller Fische zu retten: „Unser Lehrer Doktor Hecht“.

Aus der Tiefe des Traumes (18.12.2015)

Jürgen Klopp kommt als Trainer zurück zum BVB Dortmund – unter der Bedingung, dass der Verein offiziell in eine Religionsgemeinschaft umformiert wird. So geschieht es, und ich bin in einem sehr großen Stadion bei der ersten Messe dabei. Klopp kommt in einem Ministrantengewand (lila Rock, was bekanntlich auf Fastenzeit hindeutet) auf eine eilig hingezimmert wirkende Bühne, begleitet von einem festlich angetanen Pfarrer: Es ist Andreas Bourani, der zusammen mit Klopp anfängt, eine schief umgedichtete Version von „Fest soll mein Taufbund immer stehen“ zu singen; „Fest soll meine Freistoßmauer immer stehen“. Das ist sowohl rhythmisch als auch metaphorisch eine Beleidigung, außerdem ist der „Taufbund“ eines meiner liebsten Kirchenlieder, und ich gerate sofort in feinste Pöbellaune. Ich beginne dann einen ausführlichen Brüllstreit mit einer BVB-Anhängerin: ich verhöhne sie, weil im gespenstisch leeren Stadion nur sieben BVB-Anhänger der Messe folgen. Sie hält erbittert dagegen: Sie habe gezählt, und es seien neun. Ich gehe vor dem Schlusssegen.